
Mariola Rutschka
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Biografie
Mariola Rutschka wurde in Danzig geboren. Ihre musikalische Ausbildung im Fach Querflöte begann sie 1978. Ihr Diplomabschlusskonzert legte sie 1988 ab. Als Flötistin hat sie an diversen Projekten und Festivals teilgenommen.
Sie sammelte Erfahrungen bei Aufnahmen im Polnischen Rundfunk und TV und nahm an zahlreichen Meisterkursen teil - z.B. bei James Galway. 1988 emigrierte sie nach Deutschland, wo sie 1995 an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg ihr Musiklehrer-Diplom erlangte. Mit Kammermusik konzertierte sie in Deutschland, Polen, Japan und England. Als Studiomusikerin hat sie mehrere CD-Aufnahmen begleitet.
Schon früh entwickelte sie eine große Leidenschaft für das Unterrichten; diese lebt sie seit 1996 an der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg aus. Mit viel Engagement widmet sie sich der Verbindung und Unterstützung von polnischer und deutscher Kultur. Sei es als Journalistin für ihre Kultur- und Veranstaltungsplattform www.kulturograf.de oder etwa als Veranstalterin für Events wie das Multimediale Spektakel „Geschichte eines Baumes".
Zu Mariolas Familie gehören die Musiker Krystyna Stanko, Paul Rutschka.
-English Version-
Mariola was born in Poland. She began her musical education in 1978. In 1988 she did her flute-diploma. As a fluteist she has taken part in numerous projects like festivals, radio, TV recordings etc. In 1988 Mariola emigrated to Germany, where she got her teachers diploma at the conservatory of Hamburg (Hochschule für Musik und Theater).
She also toured in Germany, Poland, Japan and England, playing chamber music. Studio recordings followed. Mariola is interested in all sorts of music, jazz, folk, classical, electronic or experimental music as well as projects in multimedia. Besides being a musician, Mariola (maru) works as a journalist at: www.kulturograf.de
Other musicians in her family are Krystyna Stanko, Paul Rutschka.
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Musik
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2 Songs | 23. Jan 2011








23. November 2011 von Marianne Therstappen
Der Tag mit dem Datum 11.11.11, also der 11. November 2011, hat für Deutschland eine besondere Bedeutung: es beginnt die „5. Jahreszeit“, der Karneval. Mit Reden. Mit Musik. Mit Feiern.
Für Polen ist der 11. 11. ein Nationalfeiertag, und im Jahre 2011 ist es der 93. Jahrestag der Unabhängigkeit der Republik Polen – wieder ein Anlass für die in Hamburg lebenden Polen und für die Hamburger, diesen Tag gemeinsam in der Kleinen Laeiszhalle festlich zu begehen.
Auf der linken Seite der Bühne stand eine große weiße Leinwand, darauf schemenhaft projeziert das – mit Buchstaben und Silben ausgefüllte - Portrait des polnischen Dichters und Nobelpreisträgers Czeslaw Milosz. Rechts schmückte ein prächtiges rot-weißes Blumengebinde die Bühne. Das Wappen am Rednerpult zeugte von der historischen Bedeutung dieses Abends. Viel Tradition also.
Die Reden hielten Andrzej Osiak, der Generalkonsul der Republik Polen in Hamburg, und Dr. Peter Tschentscher, Senator und Präses der Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.
Die Redner stellten die Bedeutung der Kultur in den Vordergrund, die auch in schwierigsten Zeiten für den Zusammenhalt sorgte und sorgt. Auch die wichtige wirtschaftliche Zusammenarbeit hoben sie hervor. Zudem wurde an den Papst aus Polen, an Johannes Paul II., erinnert. Und unvergessen bleibt das Bild vom Kniefall des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt im Dezember 1970 kurz vor der Unterzeichnung des Warschauers Vertrags.
Doch die Feier am 11.11 .2011 war vor allem der Literatur und der Musik, genauer gesagt: der Lyrik und dem Jazz gewidmet.
Tönte für deutsche Ohren das polnische Stimmengewirr im Foyer und im Konzertsaal bereits wie Musik, so wurde die Erwartung an das Programm des Festaktes aufs Schönste von den Künstlerinnen und Künstlern dieses Abends erfüllt: es traten auf die Schauspielerin und Rezitatorin Angélique Duvier, die Flötistin Mariola Rutschka, der Pianist und Komponist Vladyslav Sendecki und der Trompeter Reiner Winterschladen.
Angélique Duvier hatte die Texte aus der von Doreen Daume übersetzten Milosz- Anthologie „DAS und andere Gedichte“ mit Bedacht ausgewählt und vorgetragen und die drei Musiker woben um die berührenden, tiefgehenden Worte des Dichters ebenso berührende, tiefgehende Musik. Vladyslav Sendecki, 1955 in Gorlice geboren, ließ seine polnische Seele aus den Fingern in die Tasten fließen, und Melodien von Frédéric Chopin und Joseph Cosma nahm er ebenso mit hinein wie den Blues, den Trompeter Reiner Winterschladen blies. Hell und silbern dazu die Flöten-Töne von Mariola Rutschka.
Mancher mochte bedauert haben, dass nach jedem Solo-Beitrag das Publikum die empfindsam gesponnene Textur aus Worten und Noten mit heftigem Klatschen zerriss. Dennoch bleibt die wunderbare Musik in der Erinnerung haften. Und im Gedächtnis bleibt auch das Bild der Buchstaben und Silben, die - vom Projektor zur Leinwand gesandt, - auch auf dem Hemd von Vladyslav Sendecki erschienen. Eine bessere Darstellung von Wort und Ton konnte man sich nicht wünschen.
Nach dem Konzert trafen sich die polnischen Gastgeber mit ihren hanseatischen Gästen noch zu einem festlichen Umtrunk und fröhlichem Gespräch im Foyer.
http://www.kulturograf.de/content/11112011-Tag-der-Unabhaengigkeit-der-Republik-Polen.html